„Fragen und Antworten“

FAQs

An dieser Stelle haben wir Ihnen eine Auswahl der meistgestellten Fragen zusammengestellt, die regelmäßig im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Traumhaus AG auftauchen. 

Die Traumhaus AG und Heinrich Hildmann Baugesellschaft sahen sich am 30.11.2023 aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen gezwungen, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Wiesbaden zu stellen.

Bisher wurde durch das Gericht die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren wurde gerichtlich angeordnet und der vorläufige Sachwalter Dr. Laubereau von der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Dieser wird sich nun ein eigenes Bild machen und dem Gericht fortlaufend Bericht erstatten. Sobald das Gericht in Folge abschließend entschieden hat, werden wir Sie umgehend informieren.

Das Hauptziel des Verfahrens ist es, den betroffenen Gesellschaften der Traumhaus-Gruppe die Möglichkeit zu geben, ihre Geschäfte während des Insolvenzverfahrens unter Wahrung insolvenzrechtlicher Vorgaben weiterzuführen und gleichzeitig eine Restrukturierung vorzunehmen. Dies soll die Chancen auf Erhaltung des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze erhöhen. Ein zentraler Bestandteil ist die Erstellung eines Sanierungsplans, der Maßnahmen zur Wiederherstellung der finanziellen Stabilität und zur Restrukturierung des Unternehmens beinhaltet. Dieser Plan muss von den Gläubigern akzeptiert werden.

Im Gegensatz zum regulären Insolvenzverfahren, bei dem ein Insolvenzverwalter die Kontrolle übernimmt, wird im Eigenverwaltungsverfahren ein Sachwalter bestellt. Dieser überwacht das Unternehmen bei der Sanierung, ohne die Leitung zu übernehmen. Das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung bietet somit eine reelle Chance für die Traumhaus-Gruppe, sich unter eigener Regie zu restrukturieren und eine Insolvenz zu überwinden.

Die Eigenverwaltung gewährleistet, dass das Management der Traumhaus AG handlungsfähig bleibt, und der Geschäftsführung nicht solche Verfügungsbeschränkungen auferlegt werden wie im Rahmen eines Regelinsolvenzverfahrens. Die Traumhaus AG kann somit im Rahmen der insolvenzrechtlichen Vorgaben über ihr Vermögen verfügen.

In der kommenden Woche werden wir die nächsten Schritte mit dem vorläufigen Sachwalter besprechen und mit weiteren Informationen auf Sie zukommen. Grundsätzlich wird sich der vorläufige Sachwalter ein eigenes Bild der aktuellen Situation machen und Bericht an das Gericht erstatten. Während dieser Zeit und auf Basis dieser Information wird das Gericht abschließend prüfen und über die Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung entscheiden.